St. Martin

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Martin von Tours wurde um 316 in Ungarn als Sohn eines
römischen Tribuns geboren. Obgleich seine Eltern Heiden
waren, ließ er sich mit 18 Jahren in Amiens taufen.
Nachdem er in einem römischen Reiterregiment Dienst getan
hatte, suchte er den heiligen Hilarius von Poitiers auf,
um sich in der Gotteswissenschaft unterweisen zu lassen.
Martin beeindruckte durch sein frommes Büßerleben und seine
mannigfachen Wuntertaten das Volk so tief, daß es ihn zum
Nachfolger des Bischofs von Tours wählte. Immer blieb er
einem einfachen Mönchsleben treu und seine erstaunliche
Wunderkraft wurde überall gerühmt.
St. Martin 2014 003
Martin hatte die Taufe noch nicht empfangen, als sich jene
schöne, allgemein bekannte Begebenheit zutrug, in der er schon
als ganz junger Mann den Geist der wahren Nächstenliebe bewies.
Es geschah, daß an einem kalten Winterabend der junge Reiter mit
seinen Kameraden auf der Straße nach Amiens ritt. Da trat am Stadt-
tor eine armselig in Lumpen gehüllte Gestalt auf ihn zu und streckte
ihm zitternd die Hand entgegen. Weil der junge Soldat kein Geld bei
sich trug, die Blöße des Bettlers ihn aber dauerte, zog er kurz
entschlossen sein Schwert, schnitt seinen Mantel in zwei Teile und
gab einen davon dem Armen, ohne sich um das verächtliche Gelächter der
anderen Soldaten zu kümmern. In der Nacht erschien ihm Christus, mit dem
Stück seines Mantels bekleidet, und sagte zu der Heerschar der Engel,
die ihn begleitete:
Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich bekleidet
Dieses Gesicht beeindruckte den Jüngling so sehr, dass er hinging und sich
taufen ließ.
Gänse 004
Oftmals wir der Heilige Martin mit einer Gans dargestellt, und,
wie man weiß, herrscht der Brauch, zu Martini eine Gans zu verspeisen.
Das geht auf folgende Legende zurück:
Als man Martin zum Nachfolger des Bischofs von Tours gewählt
hatte, wollte er dieser Würde entgehen und versteckte sich in
einem Gänsestall. Da man aber nun nach ihm suchte, verrieten
die Tiere durch ihr Geschnatter, daß Martin sich bei ihnen
verborgen hielt. Und man führte ihn hinweg in die Stadt
Tours, wo er geweiht wurde.

Es macht mich betroffen, das für manche schon gestern
St. Martin war, dieses Fest begeht man immer noch
am 11.11.. Hier in Baden Württemberg ist das auch
der offizielle Termin für den Fasnetbeginn, 11.11.
um 11:11 Uhr, damit sich die beiden Veranstaltungen
nicht in die Quere kommen, wird hier oft St.Martin
vorverlegt. Viele bringen den Martinsunzug nur noch
mit heißen Würsten und Bier und Glühwein in Verbindung,
welches es danach gibt. Es artet zunehmend in Volks-
feststimmung aus. Frägt man sie aber, warum
sie eigentlich hier mit den Laternen laufen, wissen
sie keine Antwort. Am Samstag las ich in der Zeitung,
dass ein paar Ortschaften weiter, der Elternbeirat
eines Kindergartens auch im Namen der Einrichtung
darauf hinweisen möchte, dass es nicht erwünscht
ist, sich als „Auswärtige“ dem Zug und der Feier
anzuschließen. Das finde ich total mutig und auch
richtig! Die Kinder sollen sich über ihre
Lichter freuen und nachher über die Martinswecken
oder Gänse, die sie mit Mama, Papa oder dem
Geschwisterchen teilen.
Martin 001
Das ist St. Martin und heute habe ich nach einigen
Gesprächen gemerkt, dass noch mehr so denken-ein
Umdenken beginnt- Gottseidank.

Am Donnerstag lesen wir uns wieder, das war ein
Zwischenpost, es war mir einfach ein Bedürfnis.

Liebe Grüße
Manu

3 Kommentare

  1. hallo manu
    jajajaja du hast ja recht ,,,heute ist martin und faschingsbeginn
    und ich habe schon weihnachtlich die wohnung dekoriert 😉

    hab ne schöne zeit
    liebe grüße birgit

  2. Hallo Manu, wir waren auch gestern mit einem Martinszug unterwegs, die Kita von unserem Enkel hatte eingeladen, aber nur, weil heute im Ort der „große“ Martinszug zu Ehren unseres Pfarrpatrons geht. Die Kinder waren so süß mit ihren Laternen und für unseren Kleinen war das große Feuer das Beste.
    Deine Martinsgänse sehen aber auch alle schön und lecker aus.
    LG Marita

  3. Liebe Manu,
    dein Post spricht mir aus der Seele.
    Ich finde, man sollte sich wirklich auf die Traditionen besinnen und sie auch beibehalten.
    Bei uns in der Gegend kommt ja am Martinstag nach dem Martinsumzug der Pelzmärtel zu den Familien ins Haus und nicht der Nikolaus. Pelzmärtel heißt nichts anderes als Pelz und Martin. Es gibt da auch ein Martinigansessen und dazu Bratäpfel. Gestern beim Martinszug ritt auch der „St. Martin“ auf einem weißen Pferd vor den Kindern durch den Park voran zur Kirche. Dort wurde dann nochmal die Martinsgeschichte erzählt und hinterher gab es die Martinsweggla (eine Art Rosinenbrötchen), die die Kinder miteinander teilen mussten. Das war schon zu unserer Zeit so und ich finde, diese Tradition sollte auch weiterhin erhalten werden.
    Gestern hab ich extra mein Patenkind am Nachmittag geholt, damit wir alle miteinander den Martinstag feiern konnten.
    Danke für deinen Beitrag!!!
    Gaaaaaaanz herzliche Grüße
    Rosaline

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